20.03.2026 7 Minuten Lesezeit

Shopify vs. Shopware: der ehrliche Vergleich für Österreich & DACH

Beide Plattformen sind stark – aber für unterschiedliche Fälle. Wir vergleichen Kosten, Wartung, B2B und Migration aus Sicht einer Wiener Agentur.
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Kurz gesagt: Für die meisten kleinen und mittleren Shops in Österreich ist Shopify die pragmatischere Wahl – gehostet, wartungsarm und mit planbaren Kosten. Shopware spielt seine Stärken dort aus, wo komplexe B2B-Prozesse, tiefe Individualisierung oder ein eigenes Hosting-Setup gefragt sind. Es gibt kein „besser" – es gibt nur „besser für Ihren Fall". Dieser Vergleich hilft Ihnen, ehrlich zu entscheiden.

Shopify vs. Shopware im Vergleich
Zwei starke Plattformen, zwei Philosophien

Shopify ist ein gehostetes SaaS-System: Sie mieten die Plattform, Updates, Sicherheit und Skalierung übernimmt der Anbieter. Shopware ist – vor allem als selbst gehostete Variante – ein offenes System, das Ihnen maximale Kontrolle über Code, Daten und Infrastruktur gibt. Diese eine Entscheidung – Kontrolle vs. Bequemlichkeit – prägt alle weiteren Unterschiede.

Kosten & Total Cost of Ownership

Der Sticker-Preis täuscht. Bei Shopify zahlen Sie eine monatliche Gebühr plus ggf. Transaktionsgebühren – dafür sind Hosting, Updates und Sicherheit inklusive. Bei selbst gehostetem Shopware ist die Lizenz (Community Edition) kostenlos, aber Hosting, Wartung, Sicherheits-Patches, Plugin-Lizenzen und Entwicklerzeit kommen dazu. Über drei Jahre gerechnet liegt Shopify für die meisten KMU niedriger – Shopware lohnt sich dann, wenn individuelle Funktionen den Mehraufwand rechtfertigen. Wir rechnen beide Szenarien ehrlich durch, inklusive Folgekosten.

Hosting, Wartung & Sicherheit

Das ist der größte praktische Unterschied. Shopify kümmert sich um Server, Skalierung bei Lastspitzen (z. B. Black Friday), PCI-Konformität und Sicherheits-Updates – Sie müssen nichts patchen. Bei selbst gehostetem Shopware tragen Sie (oder Ihre Agentur) die Verantwortung für Server, Updates und Sicherheit. Das ist kein Nachteil, sondern eine bewusste Entscheidung: mehr Kontrolle gegen mehr Verantwortung. Wer kein DevOps-Team hat, ist mit Shopify oder Shopware in der Cloud-Variante meist besser bedient.

B2B-Prozesse in Shopify und Shopware
B2B & Individualisierung

Hier punktet Shopware traditionell: abgestufte Preislisten, Angebotsprozesse, komplexe Produktkonfiguratoren und tiefe ERP-Anbindungen lassen sich sehr granular abbilden. Shopify hat mit Shopify Plus und B2B-Funktionen stark aufgeholt und deckt die meisten B2B-Anforderungen heute sauber ab. Faustregel: Standard-B2B → Shopify reicht; hochkomplexe, individuelle Prozesse → Shopware ist im Vorteil.

Payment & Österreich-Spezifika

Für den österreichischen Markt zählen die gewohnten Zahlarten: EPS-Überweisung, Klarna (Rechnung/Ratenkauf), Kreditkarte, PayPal sowie Apple Pay und Google Pay. Beide Plattformen decken das ab – Shopify über Shopify Payments und Gateways wie Mollie/Stripe, Shopware über entsprechende Payment-Plugins. Wichtig sind außerdem DSGVO-konforme Prozesse, korrekte Umsatzsteuer-Ausweisung und rechtssichere Texte (Impressum, AGB, Widerruf). Diese Punkte lösen wir bei jedem Projekt sauber – unabhängig von der Plattform.

Migration ohne SEO-Verlust

Ob Sie von Shopware zu Shopify wechseln oder umgekehrt: Der häufigste (und teuerste) Fehler ist der Verlust von Rankings durch fehlende Weiterleitungen. Eine saubere Migration bedeutet: vollständige URL-Zuordnung mit 301-Redirects, Erhalt der Meta-Daten und strukturierten Daten, Prüfung interner Verlinkung und ein Monitoring der Rankings nach dem Umzug. So bleibt der Sichtbarkeits-Wert erhalten, den Sie über Jahre aufgebaut haben.

Fazit: Wann Shopify, wann Shopware?

Shopify ist die richtige Wahl, wenn Sie schnell live gehen wollen, planbare Kosten bevorzugen und kein eigenes Technik-Team betreiben möchten – ideal für die meisten D2C- und KMU-Shops. Shopware ist im Vorteil bei hochkomplexem B2B, sehr individuellen Prozessen und dem Wunsch nach voller Kontrolle über Code und Hosting. Unsicher, was zu Ihrem Geschäft passt? Wir schauen uns Ihren Fall an und rechnen beide Wege ehrlich durch. Mehr dazu auf unseren Seiten Shopify Agentur Wien und Shopware Agentur Österreich – oder fragen Sie eine kostenlose Ersteinschätzung an.

Häufige Fragen
01
Ist Shopify oder Shopware günstiger?
Auf dem Papier ist die Shopware Community Edition kostenlos, Shopify kostet eine Monatsgebühr. Rechnet man Hosting, Wartung, Sicherheits-Patches und Entwicklerzeit über drei Jahre mit ein, ist Shopify für die meisten KMU günstiger. Bei sehr individuellen Anforderungen kann sich Shopware trotzdem lohnen.
02
Kann ich von Shopware zu Shopify migrieren, ohne Rankings zu verlieren?
Ja – mit einer sauberen Migration. Entscheidend sind vollständige 301-Weiterleitungen aller alten URLs, der Erhalt von Meta- und strukturierten Daten sowie ein Ranking-Monitoring nach dem Umzug. Genau so setzen wir Migrationen um.
03
Unterstützen beide Plattformen österreichische Zahlarten wie EPS und Klarna?
Ja. Sowohl Shopify als auch Shopware unterstützen EPS, Klarna, Kreditkarte, PayPal, Apple Pay und Google Pay – bei Shopify über Payments/Gateways wie Mollie oder Stripe, bei Shopware über Payment-Plugins.
04
Welche Plattform ist besser für B2B?
Für Standard-B2B reicht Shopify (besonders Shopify Plus) heute problemlos. Bei hochkomplexen Prozessen – abgestufte Preislisten, Konfiguratoren, tiefe ERP-Anbindung – hat Shopware traditionell Vorteile. Wir empfehlen die Plattform passend zu Ihren konkreten Prozessen.
05
Brauche ich ein eigenes Technik-Team, um Shopware zu betreiben?
Bei selbst gehostetem Shopware tragen Sie oder Ihre Agentur die Verantwortung für Server, Updates und Sicherheits-Patches. Ohne DevOps-Team ist das schwer zu stemmen. Shopify übernimmt Hosting, Skalierung bei Lastspitzen, PCI-Konformität und Sicherheits-Updates komplett. Auch die Cloud-Variante von Shopware nimmt Ihnen diese Aufgaben ab.
Gehen Sie den ersten Schritt zu einer besseren digitalen Strategie.
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